Beiträge aus der Kategorie "BV IS-10.A"

Simone Niggli und Reto Nause eröffnen in Bern CLEVER – Der nachhaltige Supermarkt

Die 20-fache OL-Weltmeisterin Simone Niggli hat am Freitag zusammen mit Reto Nause, Umweltdirektor der Stadt Bern, die Wanderausstellung “CLEVER – Der nachhaltige Supermarkt” auf der Grossen Schanze feierlich eröffnet.

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Simone Niggli berichtet auf ihrer Website von ihrem Besuch im CLEVER : www.simoneniggli.ch

Stefan Müller-Altermatt ist der "cleverste" Bundesparlamentarier

Handeln statt reden: Zum Auftakt des Uno-Nachhaltigkeitsgipfels in Rio testeten sieben Bundesparlamentarierinnen und Parlamentarier ihr Einkaufsverhalten bezüglich Nachhaltigkeit. In einem Einkaufs-Wettstreit versuchten sie, möglichst ökologische und faire Produkte zu wählen. Stefan Müller-Altermatt (CVP) ging als strahlender Sieger hervor.

v.l.n.r.: Albert Rösti, Maya Graf, Stefan Müller-Altermatt, Roland Fischer, Isabelle Moret, Hansjörg Hassler

„Kaufen Sie Lebensmittel für ein Nachtessen für 4 Personen mindestens 5 verschiedene Produkte, besorgen sie sich zudem ein neues Handy und auch etwas aus der Gartenabteilung. Investieren Sie nicht mehr als 140 Franken.“ Mit diesen Vorgaben betraten die sieben Damen und Herren des Schweizerischen Bundesparlaments den nachhaltigen Supermarkt „CLEVER“. In dieser interaktiven Wanderausstellung der Stiftung Biovision, die noch bis morgen Nachmittag auf dem Berner Waisenhausplatz gastiert, erfährt die Kundschaft auf spielerische Weise, was man beim täglichen Einkauf für die Nachhaltigkeit tun kann.

Ursula Wyss (SP), Isabelle Moret (FDP), Maya Graf (GPS), Hansjörg Hassler (BDP), Albert Rösti (SVP), Roland Fischer (GLP) und Stefan Müller (CVP) stellen sich der Herausforderung, möglichst umweltfreundlich und fair einzukaufen und damit der Schweizer Öffentlichkeit ein leuchtendes Vorbild zu sein. Mit der Produktewahl im Supermarkt wird bekanntlich das Angebot beeinflusst. So bestimmen wir alle mit, ob für die Herstellung, die Verarbeitung oder den Transport von Gütern das Klima belastet, die Umwelt verschmutzt oder Unmengen kostbaren Wassers verbraucht wird, ob andernorts wertvolle Regenwälder oder Meere samt ihrer Biovielfalt zerstört werden, und ob Menschen ausgebeutet wurden und leiden mussten.

Nachhaltig – klar, aber wie?
Es ist nicht ganz einfach, bei begrenztem Budget umweltfreundlich und fair einzukaufen. Das merkten auch die Damen und Herren aus dem Bundesparlament angesichts einer Auswahl von gut hundert feilgebotenen Produkten. Bio, aber nicht fair? Ohne Chemie, aber mit grauer Energie, Saisonal aber gespritzt? Vor solchen Fragen erwiesen sich die fünf goldenen Einkaufsregeln von Biovision als gute Wegweiser zum nachhaltigen Einkauf (siehe Kasten). Denn an der online casino Kasse erfuhren die sieben Nationalrätinnen und Nationalräte, wie hoch die wahren Kosten ihres Einkaufs waren. Denn auf der Quittung wurde offensichtlich, den wahren Preis für die Wahl im Laden bezahlt. Im CLEVER-Supermarkt sind nämlich sämtliche Produkte nach sechs Kriterien bewertet, d.h. der Kaufentscheid zeigt die Folgen in Bezug auf die Belastung des Klimas, der Lebensgrundlagen, der Biodiversität, der Verschmutzung, des Ressourcenverbrauchs und der sozialen Verantwortung.

Im Wettstreit der Parlamentarier schwang schliesslich CVP Nationalrat Stefan Müller-Altermatt mit dem nachhaltigsten Einkauf oben aus. „Ich achtete vor allem auf soziale und ökologische Labels, entschied mich für regionale und saisonale Produkte und verzichtete auf Fleisch“, so der strahlende Sieger. Der Ehrenplatz wurde von Roland Fischer (GLP) erobert, an dritter Stelle lag Maya Graf (GPS) gefolgt von Isabelle Moret (FDP), Ursula Wyss (SP) und Hansjörg Hassler (BDP). Das Schlusslicht wurde von Albert Rösti (SVP) besetzt, der enttäuscht darüber war, dass seine Wahl inländischer, tierischer Produkte in der Schlussbilanz nicht gut abschnitt. Der Bündner Bauernpräsident Hansjörg Hassler, der in dieselbe Falle getappt war, zog daraus seine Lehren: „Wenn schon Fleisch, dann in Bioqualität und aus der Region“, so sein Einkaufstipp.

Kurswechsel Landwirtschaft am Erdgipfel in Rio
Der Einkaufs-Wettstreit der Politprominenz wurde von Biovision, der Schweizer Stiftung für ökologische Entwicklung, zum Auftakt der UNO Nachhaltigkeitskonferenz organisiert, deren letzte Vorverhandlungen gleichentags in Rio begannen. Gemäss Andreas Schriber, Geschäftsleiter der Stiftung Biovision, können wir alle unabhängig vom Resultat des Erdgipfels sofort handeln. Schriber fordert jedoch auch konkrete Taten in der Politik: „In Rio wird auf höchster Ebene eine „Grüne Wirtschaft“ diskutiert, um die Grundlagen für eine nachhaltigere Entwicklung und die Armutsreduktion weltweit voranzutreiben. Biovision setzt sich hier – und vor Ort dafür ein, dass auch für eine ökologische Landwirtschaft und den nachhaltigen Konsum die Weichen richtig gestellt werden.“ emäss Biovision stehen viele Faktoren, welche die Wirtschaft aus dem Gleichgewicht und viele Menschen in Not bringen, in direktem oder indirektem Zusammenhang damit, wie Nahrungsmittel produziert, verarbeitet, verteilt und entsorgt werden. So gehen heute 30% der weltweit produzierten Treibhausgase auf das Konto der industriellen Landwirtschaft. Verlust von Biovielfalt, hohe Abhängigkeit von Erdölprodukten wie chemischen Düngemitteln oder Treibstoffen und Verschmutzung durch chemische Pflanzenschutzmittel führen zu kostspieligen Folgen, welche die Allgemeinheit eines Tages zu bezahlen hat. Nachhaltigkeit ist daher gerade in diesen Bereichen ein Gebot der Stunde.

www.kurswechsel-landwirtschaft.ch

Interview der Woche 43: Annemarie Beglinger, Berufsschullehrerin und Clever-Besucherin

Foto Annemarie BeglingerAnnemarie Beglinger hat mit ihrer Klasse den Clever besucht. Unser nachhaltige Supermarkt im Zoo Zürich hat am 23. Oktober 2011 seine Türen geschlossen. Zuvor wurden während zwei Monaten spezielle Rundgänge für Schülerinnen und Schüler angeboten. Im Interview blickt Annemarie Beglinger auf den Besuch zurück.


Wie alt sind Ihre Schülerinnen und Schüler?

Die Berufsschülerinnen sind 16- bis 20-jährig und im 1. Lehrjahr der 2-jährigen Hauswirtschafter-/Praktikerlehre.


Was für Lerneffekte für die Schülerinnen haben Sie sich durch den Besuch im Clever erhofft?

Aufgrund der Herkunft der Lernenden (oft aus eher schlecht verdienenden Verhältnissen und somit zählt beim Einkaufen eigentlich immer nur der Preis) erhoffte ich mir, dass die jungen Frauen ein anderes Einkaufs- und Konsumverhalten kennen lernen, dieses aus einer anderen Perspektive und von anderen Personen vermittelt bekommen und sich so eine etwas andere Welt für sie öffnet.


Haben Sie den Besuch im Clever vorbereitet?

Ja, im Unterricht haben wir verschiedene Ausdrücke vorbesprochen – zum Beispiel “Nachhaltigkeit”.


Was für Reaktionen gab es vonseiten der Schülerinnen?

Die Lernenden waren sehr beeindruckt vom Clever, vieles war für sie neu oder unbekannt. Dank der verschiedenen Spiele, vor allem dem lässig aufgebauten Supermarkt und dem damit verbundenen Wettbewerb, liessen sie sich echt begeistern. Die Vermittlerinnen im Clever waren jung und haben mit ihrer Art und dem sympathischen “Du” einen guten Zugang zu meiner Klasse gefunden. Die Klasse gab sich auch in der Nachbereitung in der Schule Mühe, neu gelernte Ausdrücke zu gebrauchen und die Schülerinnen konnten diese auch mit eigenen Worten erklären – zum Beispiel “Diversität”.

Interview der Woche 35: Yangchen Moser vom Verein “Natur liegt nahe”

Am 25. August 2011 hat im Zürcher Zoo der Clever seine Türen geöffnet: Ein nachhaltiger Supermarkt, den Biovision zusammen mit dem Verein “Natur liegt nahe” und weiteren Partnern betreibt. Wir haben Yangchen Moser zu den Rundgängen für Schulklassen befragt, die sie organisiert.


Was lernen Schulkinder bei einem Besuch des Clever?

Der Besuch im Clever soll Schülerinnen und Schüler auf spielerische Art und Weise für die Konsequenzen des eigenen Konsumverhaltens sensibilisieren. Es geht darum die Produktionswege verschiedener Konsumgüter genauer zu betrachten, entstehende Probleme und Lösungsansätze kennen zu lernen und diese mit Hilfe einfacher Faustregeln im Alltag anwenden zu können.


Wie verläuft ein Besuch im Clever?

Nach der Begrüssung und einer allgemeinen Einführung werden die Schülerinnen und Schüler in 6 Gruppen à maximal 4 Schüler eingeteilt. Jede Schülergruppe erhält einen Einkaufsauftrag, bei dem es darum geht nachhaltiger einzukaufen als eine prominente Person (Anna Rossinelli, Ursus & Nadeschkin, Simone Niggli-Luder, Bastien Girod, Liza A. Kuster, Max Heinzer oder Reto Hug), welche den Auftrag erteilt. Gestaffelt starten die Schülergruppen mit ihren Einkaufstouren durch den Laden, während die anderen ausserhalb der Ausstellung unter Anleitung zentrale Themen wie die Entstehung und Interpretation der Bewertungs-Spinne oder beispielsweise den Einfluss der Werbung auf das Konsumentenverhalten erarbeiten und vertiefen. Der Workshop dauert rund eineinhalb Stunden. Alle Schülergruppen können an einem Wettbewerb teilnehmen und Preise für ihre Klasse gewinnen.


Sollen LehrerInnen den Besuch vorbereiten oder nachbereiten?

Eine Vor- oder Nachbereitung des Besuches im Clever ist von Vorteil. Unterrichtseinheiten zum Thema „Nachhaltiger Konsum“ wurden im Rahmen des Projektes entwickelt und stehen auf www.clever-konsumieren.ch online zu Verfügung.


Wie können sich Schulklassen anmelden?

Die Anmeldung kann online, schriftlich (Verein „Natur liegt nahe“, Yangchen Moser, Hallwylstrasse 29, 8004 Zürich) oder telefonisch (079 938 95 07) erfolgen. Idealerweise rund 6 Wochen vor dem gewünschten Besuchsdatum.

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