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Interview of the Week 36: Ugo Vallauri, PhD student who works with Infonet-Biovision in Kenya

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Ugo Vallauri currently undertakes training in participatory video production with Infonet-Biovision’s information officers in Machakos (Kenya). In this interview he outlines the project which is part of the field research for his PhD.


How would you define the concept of participatory video production?

Participatory video revolves around communities progressively taking ownership and control of filming equipment and of the process of creating a film, thus creating much different movies about themselves compared to what a filmmaker external to the community would be able to come up with. In the context of the project I”m working on with Infonet-Biovision”s information officers at Kari Katumani (Machakos), it might be more appropriate to talk of “semi-participatory” video making. First of all, the participation happens at the level of the information officers, who work together in creating films about the farmers” groups they work with. At times, these are groups the information officers are part of, but in most cases they have long-lasting relationships. As a result, the movies attempt to portray the perspective of the groups filmed using Kikamba, the local language, even when they are produced by the information officers alone.


How do you teach the information officers in Machakos?

The project was inspired by the results of the evaluation of the Infonet-Biovision programme I conducted in autumn 2010. At the time, information officers – and particularly those from Katumani – had expressed an interest in using visual communication, and therefore video, in their work. As a result, the focus is on learning, more than on me teaching. I share what I know about video shooting with small camcorders and editing with free and open source software (OpenShot on Ubuntu Linux). Officers are enthusiastic about learning, and literally couldn”t wait to make films about agriculture and about their communities. Therefore, I came up with a online casino flexible learning-by-doing approach. Information officers bring back to their information hub the clips they recorded, then proceed to edit them on a timeline. Every time they work on a new project, they learn new features: adding an additional audio track, improving on storytelling, applying a transition between two clips, etc.


How can you benefit for your PhD research?

This project is at the heart of the field research for my PhD. It is structured as a participatory research, where I am involved in two ways. As a practitioner, I share my skills in media production. As a researcher, by observing the ways in which information officers use video and the reactions to video for the farmers” groups they work with, I can analyse the role of video in rural agricultural settings, as well as contextualize ICT divides within other rural divides, such as access to water, land or capital. The participatory element of the work is key in all phases: for example, my understanding of the realities of farming communities in rural Kenya is greatly enhanced by my close collaboration with the information officers at Katumani. Additionally, the screening of videos during interviews and focus group discussions facilitates more participatory discussions and exchanges afterwards, whether on the topics covered by the videos screened, or on the overall challenges and opportunities for the groups involved.

Interview der Woche 28: Thomas Motuli, Information Officer in Mbale im Westen von Kenia

Thomas Motuli arbeitet für das Rural Outreach Project (ROP) und als Information Officer für Infonet-Biovision. Wir haben mit ihm über die Computerkurse gesprochen, die er interessierten Bäuerinnen und Bauern anbietet.


Weshalb habt ihr die Computerkurse ins Leben gerufen?

Wir nutzen das Internet selbst jeden Tag, unter anderem mit dem OLPC (One Laptop Per Child), den uns Infonet-Biovision zur Verfügung gestellt hat. Für unsere tägliche Arbeit ist es wichtig, dass wir online kommunizieren und uns informieren können. Wir glauben, dass auch Bäuerinnen und Bauern davon profitieren, wenn sie den Computer und das Internet nutzen können.


Wo finden die Kurse statt?

Wir haben neben unserem Büro einen zusätzlichen Raum dazugemietet und diesen mit Tischen, Stühlen und Computern ausgestattet.


Welche Ziele verfolgt ihr mit den Kursen?

Mit 25 Bäuerinnen und Bauern best online casino konnten wir bereits eine Emailadresse einrichten. Diese Zahl möchten wir gerne erhöhen. Zudem hoffen wir, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kurse möglichst viele Websites und Funktionalitäten des Computers kennen lernen und verstehen.


Haben Bäuerinnen und Bauern Zugang zu Computern und zum Internet?

Zuhause nicht, aber sie besuchen Internetcafés und unsere Computer können auch ausserhalb der Kurse benutzt werden. Der Kursraum ist also auch ein Internetcafé.

Bäuerinnen und Bauern richtig und erfolgreich informieren

Vom 10. bis 13. Mai 2011 hat in Machakos, 60 Kilometer von Nairobi entfernt, eine Training Week mit 21 Information Officers und 4 Freiwilligen des Infonet-Biovision stattgefunden. Zwei Personen waren aus Uganda angereist. Die Officers stehen in ihren Dörfern und Gemeinschaften in engem Kontakt mit den Bäuerinnen und Bauern. Sie informieren über ökologische, nachhaltige Landwirtschaftsmethoden und schlagen damit eine Brücke vom Internet und anderen Informationsquellen zur täglichen Arbeit auf den Feldern.

In Vorträgen und Diskussionen wurde thematisiert wie Bäuerinnen und Bauern richtig und erfolgreich informiert werden. Aus dem Biovision-Büro in Nairobi waren David Amudavi (Projektkoordinator des Biovision Farmer Communication Programme (FCP) in Afrika), Anne Bruntse (Projektkoordinatorin des Infonet-Biovision), Njeri Kinuthia (Assistentin beim Infonet-Biovision), Hudson Wereh (Praktikant beim Infonet-Biovision) und Christoph Hess (Social Media & ICT4D Consultant) vor Ort.

Neben dem Tagebuch, das wir hier bloggen, sind auf Flickr Fotos zu finden und für das Interview der Woche 19 haben wir mit Njeri Kinuthia über die Organisation der Training Week gesprochen.


1. Tag

Regina Mwikali Muthama hat als Erste zu den Information Officers gesprochen. Sie führt das Katoloni CBO in Machakos, das in vielerlei Hinsicht Modellcharakter hat. In nur einem Jahr ist die Zahl der Gruppen von 70 auf 150 gestiegen. Regina versteht es zu mobilisieren und konnte viele Tipps weitergeben. Es sei zum Beispiel wichtig, dass man auch zugebe nicht alles zu wissen, sagte sie.

Anschliessend hat Laurence Mutuku vom KARI (Kenya Agricultural Research Institute) über die Rolle seiner Institution gesprochen. Hilfreiche Technologien seien erforscht und verfügbar, aber die Bäuerinnen und Bauern müssen sie auch anwenden, sagte er. Hierbei sei Biovision ein hilfreicher Partner.

Vor der Mittagspause hat David Amudavi eine grundlegende Frage in den Raum gestellt: Was ist Information? Es ist eine lebhafte Diskussion entstanden und am Flipchart konnten viele Ideen gesammelt werden.

Am Nachmittag hat Charles Kibocha vom Ministry of Social Services über Gruppen und Gruppendynamik gesprochen. Mit theoretischen Überlegungen hat er Empfehlungen für die Praxis abgegeben: Rollen müssen definiert werden, es muss klar sein wie kommuniziert wird, und man sollte sich darüber einige sein welche Ziele verfolgt werden.

Danach stand ein Besuch beim KARI auf dem Programm, wo die Information Officers unter anderem erfahren haben, dass sie Saatgut liefern und auch kaufen können. Der KARI-Referent wusste auf die vielen Fragen stets eine Antwort und seine Telefonnummer hat den Weg in jedes der Notizbücher gefunden.


2. Tag

Die Notizbücher füllten sich auch am zweiten Tag, als in den Vorträgen und Diskussionen die Themen Planung, Finanzierung und Schreibarbeit aufgegriffen wurden. Anne Bruntse hat gleich zu Beginn angesprochen, dass der Kalender ein wichtiges Hilfsmittel für Bäuerinnen und Bauern sei. Davon ausgehend diskutierte Eliud Makokha mit den Information Officers die Planungsschritte von der Feldarbeit bis zur Vermarktung. Er hat empfohlen sich um gute Verträge und detaillierte Planung zu kümmern, nicht zuletzt casino weil man damit Sicherheit schaffen kann.

Bäuerinnen und Bauern sollten sich als Unternehmerinnen und Unternehmer verstehen und basierend auf einem Business Plan arbeiten. Dies war der Aufhänger des Vortrags von Silas Koech. Er hat auch festgehalten, dass zu jedem Plan die Umsetzung gehört.

Am Nachmittag hat Koech den Information Officers Tipps für das Schreiben von Konzepten und Anträgen gegeben. Genauso wie beim Zusammenstellen eines Business Plans geht es darum gedanklich durchzugehen, was man anschliessend umsetzen möchte. Danach hat wiederum Eliud Makokha seine Erfahrungen beim Erfassen und Auswerten von Zahlen weitergegeben.

Der Abend wurde genutzt, um in Gruppen über Alltagserfahrungen zu diskutieren.


3. Tag

Am Morgen des dritten Tages hat zuerst jede Gruppe vorgetragen, was am Vorabend diskutiert wurde. Es wurde vielfach erwähnt, dass es schwierig sei immer alle Fragen der Bäuerinnen und Bauern beantworten zu können.

Anschliessend ging es darum, wie Technologie den Information Officers in ihrem Arbeitsalltag helfen kann. Neben Sam Kagunda von Avallain, dem Technologie-Partner des Infonet-Biovision, haben Hudson Shiraku und Christoph Hess Ideen eingebracht. Sam hat am Flipchart die Vorteile und Nachteile des OLPC zusammengetragen: Es gibt Einschränkungen hinsichtlich der Programme, aber man kann den OLPC überall mitnehmen, zudem hat er Solarzellen und er ist resistent gegen Schmutz. Hudson und Christoph haben die Unterschiede zwischen einer Email und einer Website diskutiert. Diese Frage ist deshalb von Relevanz, weil viele Information Officers keine Emailadresse haben und das Internet nicht täglich nutzen.

Am Nachmittag stand der Besuch einer Fabrik für Fruchtsäfte auf dem Programm. Es wurde den Information Officers gezeigt wie Mango-, Passionsfrucht- und Guave-Saft hergestellt wird. Die Fabrik produziert 100 Liter pro Stunde und gehört 49 Bäuerinnen und Bauern. Um Teil des Kollektivs werden zu können muss man mindestens 100 Bäume besitzen.


4. Tag

Nachdem am Freitag noch ein Vertreter der lokalen Behörden über die politische Sichtweise auf die Arbeit der Information Officers informiert hat, ging eine lehrreiche Woche zu Ende.

Interview der Woche 19: Njeri Kinuthia, Assistentin beim Infonet-Biovision

Vom 10. bis 13. Mai findet in Machakos, 60 Kilometer von Nairobi entfernt, eine Training Week mit 21 Information Officers und 4 Freiwilligen des Infonet-Biovision statt. Die Officers stehen in ihren Dörfern und Gemeinschaften in engem Kontakt mit Bäuerinnen und Bauern. Sie informieren über biologische, nachhaltige Landwirtschaftsmethoden und schlagen damit eine Brücke vom Internet und anderen Informationsquellen zur täglichen Arbeit auf den Feldern. Njeri Kinuthia arbeitet als Assistentin beim Infonet-Biovision und hat die Woche organisiert.


Wie läuft die tägliche Arbeit mit den Information Officers ab?

Ich telefoniere viel und ich kümmere mich um Probleme, Fragen und Berichte von den Officers. Zwar haben alle eine Emailadresse, aber ich muss sie trotzdem anrufen um zu sagen, dass sie ihre Emails lesen sollen. Alle Berichte zu erhalten ist immer eine grosse Herausforderung. Wenn mir die Information Officers Probleme und Fragen mitteilen, auf die ich selber keine Antwort weiss, dann muss ich mit Experten und anderen Leuten Kontakt aufnehmen.


Wie oft finden solche Training Weeks statt?

Wir haben die Training Week zum ersten Mal vor zwei Jahren durchgeführt, als die OLPC (One Laptop Per Child) eingeführt wurden. Die Information Officers arbeiten mit diesen kleinen, handlichen Computern. Seither finden jährlich zwei Training Weeks statt. Meistens am selben Ort um Kosten zu sparen, dieses Jahr haben wir uns für Machakos entschieden weil wir den Teilnehmerinnen und Teilnehmern das örtliche KARI (Kenya Agricultural Research Institute) und das dortige Informationszentrum zeigen wollten.


Was sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen?

Machakos ist eine trockene Region und wir möchten zeigen, wie man mit solchen Bedingungen umgeht. Zudem wollen wir in den Vorträgen Wissen zu Themen wie Gruppendynamik, Informatik oder Planung vermitteln. In den Diskussionen sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigene Erfahrungen austauschen können mit Blick darauf, wie sie Methoden und Technologien implementieren oder ihre Gruppen mobilisieren.


Was war schwierig bei der Planung?

Zunächst ging es darum eine passende Lokalität zu finden, wo wir tagsüber zusammensitzen und essen sowie abends übernachten können. Die steigenden Benzinkosten waren eine Herausforderung für das Budget, die Reisekosten sind höher als geplant. Ich musste auch schauen, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sämtliche Informationen erhalten haben und den Weg nach Machakos finden.


Bist du zufrieden mit dem Resultat?

Ja, ich bin zufrieden. Es gefällt mir besonders, dass wir die Zeit ideal ausnützen können, da wir im Hotel, wo wir tagsüber zusammensitzen, auch essen und übernachten können. Dadurch können Diskussionen, für die tagsüber keine Zeit blieb, abends weitergeführt werden.

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