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Das Klima gerät aus den Fugen

Liebe Freunde von Biovision

Als erstes möchte ich Ihnen alles Gute wünschen für das neue Jahr. Ich hoffe, Sie sind mit viel Elan und positiven Gedanken ins 2007 gestartet und konnten die Zeit über Weihnachten geniessen.

Für mich ist der Jahreswechsel immer ein Moment, in dem ich hoffnungsvoll auf das blicke, was kommen mag. Ich bin ein positiv denkender Mensch und sehe – obschon ich mich mit vielen Problemen auseinanderzusetzen habe – immer auch die Chancen, welche die Zukunft bietet. Meine Hoffnung gilt in diesem Jahr der jungen Generation, der Generation meiner Kinder.

Wenn man die Welt heute anschaut, dominieren oft die vielen Probleme. Das Klima gerät aus den Fugen, die Energieressourcen schrumpfen, riesige Nationen streben nach unserem westlichen, verschwenderischen Lebensstil, und noch immer sind ganze Kontinente von Hunger und Armut bedroht. Dass man angesichts dieser Weltlage eine pessimistische, ja sogar passive Haltung einnehmen kann, ist mir klar.

Klar ist mir aber auch, dass es keine andere Möglichkeit gibt, als sich dieser Probleme anzunehmen. Dazu möchte ich die Jugend in diesem Jahr ermutigen. Ich sehe mit Faszination, wie junge Menschen Ihre Energie in weltumspannendes Denken und zukunftsträchtige Technologien stecken. Google und Youtube zum Beispiel sind äusserst spannende Phänomene, die man sich nicht vorstellen konnte, als ich jung war.

Heute ist es möglich, mit ein paar Mausklicks Informationen ins Netz zu stellen, die Minuten später in der ganzen Welt zirkulieren. Wie viel Macht in diesen Technologien steckt, ist den jungen Menschen aber nur selten bewusst. Heute ist es möglich, Trends zu setzen, die Politik zu beeinflussen und auf der anderen Seite der Welt Dinge zu verändern. Das wäre früher nie so denkbar gewesen.

Ich würde mich freuen, wenn diese technologischen Möglichkeiten dazu verwendet würden, Trends zu setzen, welche die Lage der Welt verbessern. Wie wäre es, wenn es 2007 zum Beispiel plötzlich extrem cool würde, sich nur noch mit dem Fahrrad fortzubewegen? Oder wenn es trendig würde, fair gehandelte Produkte zu kaufen? Oder sich für die Situation eines Dorfs in Afrika zu interessieren?

Al Gore hat mit seinem Film die Klimaveränderung an ein Massenpublikum gebracht. Doch haben auch die Jungen diesen Film gesehen? War er ihnen nicht vielleicht etwas zu langweilig, pessimistisch und zu belehrend? Ich möchte die junge Generation auffordern, selber Filme zu realisieren zu diesem Thema – hippe, freche, lustige Videoclips zum Beispiel, die uns aufzeigen, was wir alle tun sollen. Die Welt in der wir leben verändert sich durch unsere Aktivitäten positiv und negativ, und wer nicht ein Teil der Lösung wird, ist ein Teil des Problems. Veränderung ist nicht etwas Langweiliges, sondern etwas Spannendes – und dazu auch noch wichtig!

Die jungen Menschen haben ein ungeheures Potenzial, denn Veränderung ist ihre Leidenschaft. Leider wissen sie ob all der grossen Probleme der Welt oft gar nicht, wie sie sich verändern sollen. Und manchmal haben sie auch eine Wut auf uns ältere Menschen. Unsere Generation ist achtlos mit den Ressourcen dieser Welt umgegangen, und nun überlassen wir den Jungen die traurigen Folgen. Ich verstehe diese Wut sehr gut. Auch ich bin oft sehr wütend auf das, was geschieht. Doch nicht zu handeln darf nicht das Resultat dieser Wut sein.

2007 soll das wärmste Jahr der Geschichte werden, prophezeien uns die Experten. Ich wünsche mir, dass 2007 auch für die Jugend das heisseste Jahr wird, aber in einem anderen Sinn. Ich hoffe, dass die Jugend das Zepter übernimmt und mit ihren Mitteln und ihren Technologien sagt: „Ja, wir wollen uns und die Welt zum besseren verändern! Wir wollen, dass auch unsere Kinder noch auf diesem Planeten leben können. Packen wir es an!“

Es wäre schön, wenn Sie, ich und wir alle bei Biovision mit diesem Schwung ins neue Jahr starten könnten.

Mit den besten Wünschen für 2007

Hans Rudolf Herren
Präsident Biovision

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