Beiträge mit dem Schlagwort "BV IS-05"

Stimmen und Fotos vom Symposium am 12. November im Zürcher Volkshaus

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Emmi Roffler: “Der Film “Silent Snow” war bedrückend: Es entsteht eine Wut auf diese geldgierige, egoistische Industrie, die DDT produziert und einsetzt.” (Foto: © Peter Lüthi, Biovision)

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Herr Rochat: “Es ist wertvoll, dass solche Filme gedreht und gezeigt werden. Nun stellt sich die Frage: Wie erreicht man ein möglichst grosses Publikum? Alle Menschen sollten sich über diese Fragen Gedanken machen – schliesslich geht es um Mensch und Umwelt, um unser Leben.” (Foto: © Peter Lüthi, Biovision)

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Ursa Sigrist: “Beim Film handelt es sich um ein gutes Medium, um die Botschaft zu verbreiten, dass DDT und Chemikalien gefährlich sind. Das Wissen kann gut zusammengefasst werden und bleibt authentisch: Die Menschen werden in ihrem Lebensraum gezeigt.” (Foto: © Peter Lüthi, Biovision)

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Sonja Kissling: “Der Film löst bei mir im casino Moment viel Betroffenheit aus: Viel mehr Menschen sollten über diese Probleme Bescheid wissen und entsprechend handeln.” (Foto: © Peter Lüthi, Biovision)

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Michael Staszak: “Die Weitläufigkeit der Problematik ist beeindruckend, darüber wusste ich bisher nicht Bescheid. Obschon ich bereits Bio-Produkte kaufe, mache ich mir jetzt vielleicht noch mehr Gedanken darüber. Wir in der Schweiz können uns diese Produkte schliesslich leisten.” (Foto: © Peter Lüthi, Biovision)

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Leonellha Barreto: “Es ist bedrückend zu sehen, dass es Menschen gibt, die bereits jetzt Konsequenzen tragen müssen aufgrund des Einsatzes von DDT und anderer Chemikalien.” (Foto: © Peter Lüthi, Biovision)

Gefährliche Folgen von DDT: Diskussion über "Silent Snow" an den Weltfilmtagen in Thusis

Der Film “Silent Snow” thematisiert die gefährlichen Folgen von DDT für Mensch und Umwelt. Er war am 6. November 2011 an den Weltfilmtagen in Thusis zu sehen. Anschliessend diskutierte Andreas Schriber, Geschäftsleiter von Biovision (links im Bild), mit der Hauptprotagonistin des Filmes, Pipaluk de Groot, und Jan van den Berg, dem Regisseur.

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Andreas Schriber: Pipaluk, im Film wird aufgezeigt, was für schlimme Auswirkungen das Sprühen gefährlicher Pestizide auf die Gesundheit der Menschen und die Umwelt hat: Bist du motiviert oder eher desillusioniert und entmutigt von deiner Reise zurückgekehrt?

Pipaluk de Groot: Ich habe auf meiner Reise so viele wunderbare Menschen kennengelernt, die mit vollem Einsatz gegen die stille Vergiftung unserer Welt kämpfen. Diese Leute geben mir Hoffnung und gemeinsam finden wir die notwendige Kraft weiterzukämpfen.

Andreas Schriber: Pipaluk, wusstest du vor deiner Reise, dass DDT immer noch eingesetzt wird in der Malariabekämpfung und was für schlimme Folgen der Einsatz dieses gefährlichen Insektizids auch auf die Menschen in Grönland hat?

Pipaluk de Groot: Nein, ich wusste vor dieser Reise nicht genau, wie viele Pestizide gegenwärtig noch gebraucht werden und dass sich diese Schadstoffe mit den Meeresströmungen und dem Wind global verbreiten und best online casino schlimme Auswirkungen auf die Menschen und ihre Umwelt haben. Wir in Grönland haben keine grosse Wahl: Wir sind auf das Robben- und Walfleisch angewiesen und die meisten Menschen in Grönland wissen nicht, dass Pestizide, die in anderen Teilen der Welt eingesetzt werden, unsere Nahrung und Umwelt verseuchen.

Andreas Schriber: Jan, wie ist dieser Film entstanden, wie bist du auf dieses Thema gestossen?

Jan van den Berg: Ich wurde von Jan Betlem, Mitarbeiter der UNEP und Zuständiger für den Schadstoff DDT, kontaktiert. Er hat mich gebeten einen Film zu drehen, der die Menschen wachrüttelt und aufzeigt, was für schreckliche Auswirkungen der Einsatz von Pestiziden auf die Menschen und ihre Umwelt haben. Ich war 16 Jahre alt, als das Buch „Stiller Frühling“ von Rachel Carson erschienen ist: Ein Warnsignal für die Verwendung von langlebigen organischen Schadstoffen. Ich war entsetzt, als ich durch Jan Betlem erfahren habe, dass sich seit der Publikation dieses Buches nicht viel verändert hat und die Menschen diese gefährlichen Pestizide immer noch für verschiedenen Zwecke einsetzen. Mit diesem Film wollte ich dazu beitragen die Menschen zu sensibilisieren und aufzufordern gemeinsam gegen diese stille Verseuchung unserer Erde zu kämpfen. Auf der Website gibt es eine Plattform, auf der die Menschen über ihre Projekte berichten können, mit denen sie für eine bessere, Pestizid-freie Welt kämpfen. Wir hoffen, dass wir durch den Film Menschen motivieren können selbst aktiv zu werden und sich gegen die stille Vergiftung der Welt zu wehren.

Interview of the Week 45: Pipaluk de Groot, Co-author and protagonist of "Silent Snow"

PipalukDuring our Symposium next Saturday in Zurich we will show “Silent Snow”, a film about the risks of DDT. Pipaluk de Groot, who is co-author and protagonist, will be our guest and also participates in the discussion after the screening. In this interview she shares her experiences during the production phase and after screenings around the world.


How did you and Jan van den Berg, who is director and co-author of the film, meet before the project started?

I read on the Greenlandic news online about the premiere of the short film. I had just moved to the Netherlands and was very interested in seeing a film about my own country, so I actually just contacted Jan and he invited me to the premiere. After that we kept contact and he asked me to take part in the project of the feature length documentary of “Silent Snow” – and of course I couldn’t say no to this offer.


What were the challenges or special moments during the production phase?

A big challenge was to get off from my current job, but actually they gave me unpaid leave so I could travel with Jan one week a month. This meant that we had to film in small steps, but as you can see it did work out. We did have many special moments during filming – I think one specific part was sleeping on the ice in Greenland. This was a great experience! How often do you get this opportunity? I woke up to the sound of pieces of ice breaking of a nearby glacier, that was just an amazing sound. I have slept under the sky in Greenland before and in other countries, but this experience on the ice beats it all.


What are the key messages of the films, the short version and the documentary?

The short version raised awareness about the global problem of nbso online casino reviews pollution which affects us all. The feature length documentary goes more into details of the same threat by talking to people from all around the world who are fighting for a better life and a better, cleaner world. For me travelling with “Silent Snow” taught me so much, not just about other cultures but also that we can all make a difference. This is our shared world and as also stated in the film: Pollution respects no country borders. A polluting plant will not only affect the vicinity but will spread to other countries as well. This makes it clear that we all need to take action.


What reactions from the audience do you observe during or after the screenings?

I see many different reactions which also depend on where the screening takes place: One scene shows a dead seal being cut open and the reaction in Paris was people closing their eyes, whereas the indigenous audience in Costa Rica weren’t impressed by this sight. I am very proud of my heritage and I do respect people’s reactions, but the suburban consumers often don’t think about meat coming from a real animal. Often after the screenings people thank me for my work and this is very positive. It’s great to learn that all of us can make a difference and that so many people are willing to do their part.

Interview der Woche 44: Silvan Kühne und Lukas Hohl, Zivildienstleistende und Symposium-Organisatoren

IMG_0064Silvan Kühne und Lukas Hohl absolvieren zurzeit bei Biovision einen Zivildiensteinsatz. Sie kümmern sich hauptsächlich um die Organisation unseres Symposiums, das am Nachmittag des 12. November 2011 im Zürcher Volkshaus stattfinden wird. Was es dabei alles zu tun gibt und was die Gäste während des Symposiums erwartet verraten sie im Interview.


Wie lange kennt ihr Biovision bereits?

Lukas: Ich mache zum ersten Mal Zivildienst bei Biovision und arbeite seit September an der Schaffhauserstrasse 18.

Silvan: Ich absolviere meinen zweiten Zivildiensteinsatz bei Biovision und war bereits vor einem Jahr in die Organisation des Symposiums involviert.


Wie geht ihr vor beim Erledigen der Aufgaben und Pendenzen?

Lukas: Wir unterscheiden zwei Bereiche: Ich kümmere mich um alles, was sich vor dem Saal abspielen wird, während Silvan für die Programmpunkte im Saal zuständig ist. Vor dem Saal wird es Informationsstände geben, die aufgebaut und mit Material ausgestattet werden müssen. Dabei kommen Helferinnen und Helfer zum Einsatz, für die ich beispielsweise auch ein Mittagessen organisieren muss.

Silvan: Im Saal geht es um zum Beispiel um technische Fragen, die für einen reibungslosen Ablauf geklärt werden müssen. Darüber hinaus schaue ich im Vorfeld, dass das Symposium in den relevanten Veranstaltungskalendern auftaucht. Es geht auch darum, dass Flyer in den Läden liegen, in denen wir unsere Zielgruppen erreichen.

Lukas: Silvan hat einen guten Überblick und es ist sicherlich so, dass ich von seinen Erfahrungen aus dem letzten Jahr profitieren kann.


Was gibt es während des Symposiums zu tun?

Lukas: Es wird bestimmt überall noch kleinere und grössere Baustellen geben: Sachen rumtragen, auf Unvorhergesehenes reagieren, spontane Ideen haben. Wir werden vom Symposium wohl nicht so viel mitkriegen.

Silvan: Wir sind froh, dass uns während des Symposiums zahlreiche Helferinnen und Helfer unterstützen werden. Viele von ihnen kennen Biovision schon lange und kommen jedes Jahr. Deshalb wissen sie bereits mehr oder weniger, was es zu tun gibt und wie ein Symposium über die Bühne geht.


Was erwartet die Gäste am Symposium?

Silvan: Ein spannender Anlass zu einem in verschiedener Hinsicht interessanten Thema. Mit dem Film “Silent Snow”, der nach der Begrüssung und Einführung gezeigt wird, wagen wir etwas Neues. Beibehalten wird das kompakte Programm: Zwar dauert das Symposium nur einen Nachmittag, aber wenn die Gäste nach Hause gehen haben sie viel gesehen, gehört und gelernt.

Lukas: Neben dem Film tragen auch die Informationsstände, die man in der Pause besuchen kann, und die Podiumsdiskussion zum kompakten und lehrreichen Programm bei. Es diskutieren ausgewiesene Expertinnen und Experten über “Mehr Bio – weniger Chemie. Ist eine Landwirtschaft ohne Gifte möglich?”: Pipaluk de Groot, Dr. Hans R. Herren, Dr. Peter Bieler (Leiter Globalprogramm Ernährungssicherheit DEZA) und Janet Maro (Initiantin Sustainable Agriculture Tanzania).

Interview of the week 18: Jan van den Berg, Director of “Silent Snow”

The message of “Silent Snow”, a documentary about the damaging use of DDT, is in line with our “Stop DDT!” campaign: There needs to be a rapid phase-out of DDT as environmentally sound alternatives are available. We had the opportunity to show the movie during the 5th UN-Conference of the Stockholm Convention (COP-5) from 25 to 29 April 2011 in Geneva. This international agreement forbids the use of dangerous pesticides. While we met him we also asked Jan van den Berg some questions about the project and his experiences.


Why did you start this movie project?

I was asked by Jan Betlem, who travelled on a plane with Namgyal Lhamo. She is a Tibetan singer who lives near my house, just around the corner. Every summer she is going to India, in order to collect songs and stories from the refugees that escape from Tibet. They’d suffered a lot, and made very dangerous journeys through the mountains. I made a film with her: “Seven Dreams of Tibet” with seven Tibetans and their nightmares and dreams of a free Tibet, among them His Holiness the Dalai Lama. She had told Jan to contact me.

Jan’s stories about pollution were horrible, with images of poisonous white mountains, children playing nearby. Sometimes the army helped cleaning up the mess. They were dressed like moon travellers, really from another world. Jan worked mostly in Eastern Europe and Central Asia, where the Soviet Union left these poisonous mountains, rather carelessly.

I didn’t like these images for a film, it was just too ugly and only made you feel helpless. But I was fascinated by the invisibility of this silent enemy, threatening the health of so many people. And that’s why we developed a script around all these heroes fighting the pollution of their countries.


How did you meet Pipaluk Knudsen-Ostermann, the young Greenlandic woman who is portrayed in the movie?

That’s a funny story. Everybody advised us to go around the world with the two kids who played in the short film I made first to raise some money. “Four Inspirational Stars for a doc well shot, and for Sarah and Pipaluk, kids who might show us how to save the planet”, wrote Peter Wintonick in POV magazine. (For other reviews of the short trailer film see the website.)

But they were 13 years old and much too young travelling to all these countries with me. When the short film premiered at IDFA in 2007 someone called me for tickets, but it was completely sold out. When this young lady told me she was from Greenland and her name was Pipaluk, I couldn’t refuse and I gave her my seats. That’s how we met, and she became a wonderful travel companion, took unpaid leave from her job to join me to all these countries.


You showed the movie in the United States, in Kenya and now also in Switzerland. What type of reactions did you get?

It was really great. I was afraid that the movie would make people too depressive, but nobody complained about that. In the States I had told people in the Q&A about my neighbour back in Holland, who – after viewing one of the first versions of the film – said: “After you’ve finished this film we will all have to commit suicide.” Then, a lady came to me out of the audience and said: “My husband and I, we were afraid of going to the cinema because we thought we would be depressed afterwards, but we are not. Because despite the very serious message, you made a beautiful piece of art.”

Also in Geneva they praised “Silent Snow” for showing a unique community feeling between all those people working with the same objective. Someone said: “This film changed my life and gives new hope to all of us who work for a sustainable world.”


What do you think about Biovision’s work and our “Stop DDT!” campaign?

It’s exactly our aim, exactly what the film is about, and I’m glad we are working together.

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