Beiträge mit dem Schlagwort "Bienen"

Auszeichnung für Honigbienenprojekt von Biovision

An der Internationalen Honig- und Bienenmesse „ApiExpo Africa“ in Addis Abeba, Äthiopien hat ein von Biovision finanziertes Honigbienenprojekt den sehr guten dritten Platz belegt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Afrika, Europa und Kanada haben sich um die begehrten Auszeichnungen beworben.
„Unser Einsatz hat sich gelohnt! Für unsere Leistung hat uns der Minister für Handel und Industrie ein Zertifikat überreicht. Vor tausend Fachleuten aus dem In- und Ausland online casino ausgezeichnet zu werden, war für uns ein bedeutender und aufregender Moment“, berichtete Dr. Shifa Ballo, der das Projekt in Tolay, Äthiopien, zusammen mit dem ebenfalls anwesenden Lulseged Belayhun betreut.

100_6949_web


Biovision und das Afrikanische Insektenforschungscenter icipe bilden Bäuerinnen und Bauern in Tolay in der umweltfreundlichen, modernen Honigproduktion und professionellen Vermarktung aus.
Das Honiggeschäft trägt so nicht nur zu einer besseren Ernährungssicherung der Bauernfamilien bei, sondern stellt auch eine wichtige nachhaltige Einkommensquelle im ländlichen Äthiopien dar.

Siehe auch “News aus dem Bienen-Projekt in Tolay”

Wenn Insekten von einem Tag auf den anderen verschwinden würden

Liebe Freunde von Biovision

Sommerzeit ist Mückenzeit, Fliegenzeit, Zeckenzeit. Wenn es warm wird, wie in den letzten Wochen, krabbelt, kreucht und fleucht es wieder überall. Und alle Jahre wieder kommen mit den Insekten auch deren unangenehme Nebenerscheinungen zurück. Fliegen sitzen auf unseren Butterbroten, Mückenstiche verderben uns die Freude am Sonnenuntergang, und Zecken können sogar gefährliche Krankheiten verbreiten. Wie nahe liegt da der Gedanke, all diese lästigen Viecher ins Pfefferland zu wünschen.

Aber halt! Ich bin ein erklärter Fan der Insekten, habe mich ein Leben lang mit ihnen beschäftigt und möchte hier etwas zur Verteidigung dieser verschmähten Tiere ins Feld führen. Haben Sie sich schon einmal überlegt, was geschehen würde, wenn Insekten von einem Tag auf den anderen verschwinden würden? Die Menschheit würde innert kürzester Zeit ersticken, weil die kleinen Helfer unseren gigantischen Abfall nicht mehr abtragen würden. Und wenn das nicht reichen sollte, hätten wir schon sehr bald nichts mehr zu essen, denn die Insekten würden weder Blüten bestäuben, noch als Nahrung für andere Tiere dienen.

Allein Bienen erzielen weltweit eine wirtschaftliche Wertschöpfung von mehreren Billionen Dollar – hauptsächlich durch Bestäubung von Pflanzen. Andere Insekten stehen ihnen in nichts nach. Da mutet es schon sehr eigenartig an, wenn den grossen Chemiefirmen nichts anderes in den Sinn kommt, als diese kleinen Goldgräber zu vernichten.

Die Zahl der Bienen hat in den letzten Jahren dramatisch abgenommen. Hauptgrund für diesen gefährlichen Prozess ist, da bin ich mir ziemlich sicher, die moderne Landwirtschaft. Wir haben unsere Landschaft und unsere Felder von Unkraut «befreit» und den Bienen damit die Nahrungsgrundlage genommen. Wir haben die Felder mit Pestiziden besprüht und die Bienen damit vernichtet. Und wir haben in den letzten Jahren sogar begonnen, die Gifte mittels Genmanipulation in die Pflanzen selbst einzuschleusen.

All diese Tätigkeiten haben nicht nur unseren Honigbienen zugesetzt, sondern auch den wilden Bienen, die den weitaus grössten Teil dieser Spezies ausmachen. Was das auf Dauer bedeuten wird, kann ich Ihnen in einem der nächsten Blogs gerne noch detaillierter beschreiben. Doch glauben Sie mir, wir spielen hier mit dem Feuer.

Bei Biovision und in meiner ganzen Forschungstätigkeit verfolgen wir einen ganz anderen Weg. Insekten werden nicht als Schädlinge behandelt, die es zu vernichten gilt, sondern als Teil der Natur. Wenn man Pflanzen vor ihnen schützen will, kann man das auf eine sanfte Art machen. Man nützt den Lebenszyklus der Insekten und deren natürliche Schwächen. Aber man bringt sie nicht einfach ungezielt und massenhaft um! Um unseren intelligenten Weg zu gehen, muss man aber die Insekten studieren und verstehen, und das ist nicht ganz einfach. Wir sind aber dank unserer Erfahrung überzeugt, dass sich dieser sanfte Weg langfristig auszahlen wird. Wir verwenden lieber unser Gehirn als unsere Muskeln.

Wenn also das nächste Mal eine «lästige» Fliege auf ihrem Butterbrot sitzt, schlagen Sie sie nicht gleich tot. Schauen Sie sie an, betrachten Sie ihre faszinierenden Flügel, ihre feinen Beine und ihre unglaublichen Augen. Und denken Sie daran: Diese Fliege vermiest Ihnen nicht das Butterbrot. Ohne diese Fliege hätten Sie weder Butter, noch Brot.

Ich wünsche Ihnen einen schönen, insektenreichen Sommer!

Herzlich
Hans Rudolf Herren

Präsident Biovision

/* End of File */